Revierbahn West: Nicht ohne Ederen.
Udo Jansen (Ederen) und Patrick L. Schunn (Kreistagsmitglied)
Im Rahmen der Planungen für die Revierbahn West wurden verschiedene Streckenführungen untersucht. Für den Abschnitt Jülich-Aachen sahen verschiedene Modelle die Nutzung der alten Trassenführung der Kreisbahn über Ederen vor. Dies wurde vom Dürener Kreistag abgelehnt.
Der stellvertretende Vorsitzende der FDP im Kreistag, Patrick L. Schunn, erklärt dazu:
„Wieder einmal vergisst der Kreis Düren, wo seine Kreisgrenzen enden. Linnich ist eine der zahlungskräftigsten Kommunen im Kreisgebiet. Die Stellungnahme der Stadt wurde ignoriert und dem Kreistag nicht vorgelegt. Der Lückenschluss Linnich–Baal lässt weiter auf sich warten, und auch aus dem Projekt JuLiA, dem mit mehreren Millionen Euro geförderten Projekt für autonomes Fahren zwischen Linnich und Jülich, wurde nichts. Wer dankend unser Geld annimmt, um Prestigeprojekte zu fördern, sollte uns bei zentralen Infrastrukturprojekten nicht außen vor lassen. Nur über die ‚kommunale Familie‘ zu reden, reicht nicht – man muss auch so handeln. Sowohl die in Linnich als auch die in Jülich diskutierten Trassenführungen erreichen mehr Menschen und wären ein größerer Beitrag für Klimaschutz und Mobilität in unserer Heimatregion.“
Der baupolitische Sprecher der FDP-Stadtratsfraktion, Udo Jansen aus Ederen, ergänzt:
„Die Wiederanbindung Ederens an das Bahnnetz wäre ein Gewinn für unsere wachsende Ortschaft. Mit der Streckenführung gäbe es eine direkte Verbindung nach Jülich auf der einen Seite und nach Aldenhoven, Baesweiler, Alsdorf und Aachen auf der anderen Seite. Dies wäre eine deutliche Stärkung des ÖPNV in unserer Region. Diese Strecke würde deutlich mehr Orte miteinander verbinden als die nun gewählte Streckenführung über Alsdorf und Würselen. Die Nutzung der bestehenden bzw. ehemaligen Trassen würde zudem die Kosten senken. Die Entscheidung des Kreises Düren ist ein Schlag ins Gesicht unserer Region.“
Die vom Linnicher Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt beschlossene Stellungnahme wird am 14. Juli abschließend im Stadtrat beraten. Die Linnicher Liberalen bleiben konsequent: Wir wollen die Revierbahn West nicht ohne Ederen. Deshalb stimmen wir der Linnicher Stellungnahme zu. Unser Vorsitzender Patrick L. Schunn hat daher als einziges Linnicher Kreistagsmitglied die Stellungnahme des Kreises abgelehnt.