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Lückenschluss lässt weiter auf sich warten

Der Lückenschluss Linnich-Baal lässt weiter auf sich warten. Das ist das Ergebnis einer kleinen Anfrage der FDP. Unter FDP-Regierungsbeteiligung wurde das Projekt noch vorangetrieben.

Der Lückenschluss Linnich-Baal ist eines der zentralen Schienenverkehrsprojekte in unserer Region. Die Linnicher FDP-Fraktion hat 2009 mit einem Antrag das Projekt auf die politische Tagesordnung gehoben. Konkretere Formen nahm das Projekt im Rahmen des Kohleausstiegs an. Im Bericht der Kohleausstiegskommission wurde der Lückenschluss ausdrücklich aus Infrastrukturprojekt genannte. Die schwarz-gelbe Landesregierung nahm die Strecke Linnich-Baal 2022 in den ÖPNV-Bedarfsplan aus. Spätestens 2027, so der damalige CDU-Landrat Spelthahn, sollten die Züge rollen. 

„Das Jahr 2026 neigt sich dem Ende zu. Es gibt noch kein Planfeststellungsverfahren. Geschweige denn sind Aufträge zum Bau der Strecke vergeben worden. 2027 wird dort nichts passieren. Das zeigt auch die Antwort der schwarz-grünen Landesregierung. Frühstens 2031 könnte hier ein Zug rollen. Man hat das Gefühl, dass in den letzten vier Jahren nichts oder nicht sehr viel passiert ist. Von Mobilitätswende reden, aber bei Schienenprojekten auf der Bremse stehen, passt nicht zusammen“, kritisiert Linnichs FDP-Vorsitzender Patrick L. Schunn.

Das Projekt befindet sich derzeit noch in der Entwurfsplanung. Die Vorzugsvariante wird in der Leistungsphase 3 fortgeschrieben. Erst damit sollen die Grundlagen für die anschließende Genehmigungsplanung geschaffen werden. 

„Von einem unmittelbar bevorstehenden Baubeginn kann keine Rede sein. Wenn die Genehmigungsplanung noch vorbereitet wird und das Planfeststellungsverfahren erst Ende 2027 beginnen soll, darf es auf dem weiteren Weg keine zusätzlichen Verzögerungen geben“, so Stefan Lenzen, der als damaliger Landtagsabgeordneter das Projekt auf Landesebene vorangetrieben hat.

Für das Vorhaben sind im GVFG-Bundesprogramm 2026 bis 2030 Gesamtkosten in Höhe von 43,03 Millionen Euro berücksichtigt. „Die Region braucht jetzt einen belastbaren Zeitplan und eine konsequente Zusammenarbeit aller Beteiligten. Der Lückenschluss kann das Schienennetz sinnvoll ergänzen und die Verbindungen über Kreisgrenzen hinweg verbessern. Deshalb müssen die nächsten Planungsschritte zügig und verlässlich abgearbeitet werden“, fordert Lenzen.

„Unsere Heimat wartet schon lange auf den Lückenschluss. Sie verbindet die Kreise Heinsberg und Düren sowie die Forschungsregionen Jülich und Aachen und schafft eine Anbindung an die industrielle nördliche Rhein-Ruhr-Schiene. Es wird Zeit. Alle Beteiligten müssen runter von der Bremse, damit der Zug endlich rollt“, so Schunn.